Mit einer guten Einleitung souverän wirken

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​Mit einer guten Einleitung souverän sein und wirken

Warum ist eine gute Einleitung so wichtig? In einem anderen Video habe ich Ihnen bereits dargestellt, wie Sie einen für sich sicheren und für das Publikum wirkungsvollen Auftritt hinbekommen.
Ich wiederhole nochmal die 5 Punkte:
1.    Langsam Atmen, Ausatmen, auf das Ausatmen konzentrieren
2.    Langsam bewegen,
3.    Einen sicheren Standpunkt einnehmen
4.    Einen Blick ins Publikum werfen, ganz in Ruhe und dann
5.    Den ersten Satz, auswändig gelernt, vortragen
Ja, der erste Satz …

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​... der erste Satz sollte die Einleitung sein zu Ihrem Thema. Und eine interessante Einleitung ist ein enorm potenzierendes Mittel für Ihre Rede. Die Einleitung muss nicht sofort verraten, worum es nachher gehen soll. Sie muss interessant sein, dass sie die Aufmerksamkeit weckt. Und wenn die Aufmerksamkeit da ist, dann kann es sein, es versichert Sie, es macht Sie sicherer. Was kann man machen für eine gute Einleitung.

Das erste ist: das Zitat. „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.“ Sagte einmal der spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer.
Oder ein anderes Zitat: „Es gibt nichts Gutes, es sei denn man tut es.“. So schrieb einmal Erich Kästner.
Zitate machen sich immer gut und es gibt ganz viele Zitatensammlungen im Internet oder auch als Buch, wo Sie das passende Zitat für Ihre Rede raussuchen können.
Eine zweite Möglichkeit für eine gute Einleitung wäre eine Schlagzeile einer Zeitung. Vielleicht gehen Sie nochmal vorher am Kiosk vorbei und gucken sich die Schlagzeilen an. Vielleicht passt eine ja. Eine der witzigsten und berühmtesten Schlagzeilen der Bildzeitung war einstmals: „Wir sind Papst.“.  Dazu kann man nicht mehr viel sagen. Ok, wir können jetzt sagen: Wir waren Papst. Weil inzwischen ist ja jemand anderes Papst, weil „unser“ Papst in den Ruhestand ging. 

Nachricht

Eine weitere Möglichkeit für eine gute Einleitung ist eine interessante neue Nachricht über die Politik oder das Wetter. Oder: „Der Eyjafjallajökull behindert den Flugverkehr.“ Wer hätte gedacht, dass ein Vulkan einstmals ganz Europa fast lahmlegt?
Oder als Einleitung ein Gleichnis: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“. Also das Weiche besiegt das Harte.
Oder eine wahre Begebenheit: „Gestern als ich mit dem Fahrrad fuhr, beobachtete ich wieder einmal, wie ein Radfahrer geradeaus fahren wollte, während ein Autofahrer der Meinung war, er muss rechts abbiegen. Und er hat den Radfahrer nicht gesehen. In diesem Fall endete es glimpflich. Der Radfahrer ist einfach nur hingefallen. Aber in Berlin haben wir auf diese Art und Weise im Jahr 2017 14 tödliche Fahrradunfälle auf diese Art und Weise gehabt.
Oder – eine Vision. Die berühmteste Rede mit einer Vision? Na? Na klar, fällt Ihnen ein: Martin Luther King – I have a dream. Auch damit kann man anfangen: „Ich habe eine Vision!“

Die rhetorische Frage

Oder als Einleitung die berühmte rhetorische Frage. Mein Buch habe ich angefangen mit der rhetorischen Frage: „Sind Sie auch so einer, der die Vorbereitung auf eine Präsentation oder Prüfung lange vor sich herschiebt?“.
Oder aber, es kann auch eine geschlossene Frage sein. „Finden Sie nicht auch, dass dieser Sommer ein hervorragender Sommer ist? Ein wunderschöner Sommer? Ich finde ja.“.
Bei dieser Frage kann ich auch ganz erläutern, dass Sie gleich auch mit der Antwort kommen müssen. Wenn Sie nämlich genau diese Frage stellen: „Finden Sie nicht auch, dass dieser Sommer ein schöner Sommer ist?“, und warten dann zu lange, dann sagt ein anderer: „Hahaha, regnet doch nur.“. Dann hat der die Aufmerksamkeit auf seiner Seite. Das heißt, Sie müssen bei einer rhetorischen Frage. Gerade bei einer geschlossenen rhetorischen Frage möglichst schnell anschließen mit Ihrer Antwort. Damit nicht ein anderer dazwischenkommt.
Aber die rhetorische Frage ist eine sehr sinnvolle Angelegenheit, weil sie die Spannung erhöht. Weil alle automatisch in ihrem Gehirn überlegen, was habe ich für eine Antwort auf diese Frage. Und das erhöht die Aufmerksamkeit. 

Ein realer Gegenstand

Oder aber, ein realer Gegenstand. Wäre es nicht manchmal schön, ich hätte für alle Dinge in diesem Leben eine Fernbedienung? Womit ich alles einfach steuern könnte? Da haben wir die Kombination: realer Gegenstand und rhetorische Frage. Wie  Sie die Frage beantworten ist Ihre Sache.
Oder eine Anekdote:
Wussten Sie eigentlich, dass Friedrich der Große Nachtigallen liebte? Und wenn in seinem Park in Sans Souci zu wenig Nachtigallen sangen, weil im Mai singen die den ganzen Tag auch über, dann hat er Nachtigallen in anderen Gegenden fangen und in seinen Park bringen lassen. Das stimmt wirklich​

Oder ein Kompliment.

Was ich einmal erlebt habe, war in etwa so: „Ich muss Ihnen ein Kompliment machen, dass Sie heute trotz der schlechten Wegbeschreibung hierher gefunden haben.“ Das war in Berlin, in einem Hinterhof, der war wirklich in der Beschreibung so schlecht ausgezeichnet. Es gab auch keine Schilder oder so. So dass man nur unter großer Mühe den Ort finden konnte.

​Ein historisches Beispiel

Oder ein Beispiel aus der Geschichte. „Rubicon, sagt Ihnen das etwas? Ja. Julius Cäsar … in diesem Zusammenhang …“ … usw., usw. Rubicon – auch eine interessante Metaphern-Geschichte.
Ok, das wären nur mal ein paar Beispiele, wie Sie sich eine interessante Einleitung bauen können. Die berühmte Trainerin, leider viel zu früh verstorben, Vera F. Birkenbihl hatte mehrere Bücher zum Thema Rhetorik geschrieben. Und in einem dieser Bücher schreibt sie in etwa: Für eine gute Rede brauche ich manchmal zwei Tage. Für die gute Einleitung – zwei Wochen. Also das heißt, es lohnt sich wirklich länger über eine gute Einleitung nachzudenken. Diese dann auswändig zu lernen, zu üben, damit man sie dann zur Rede souverän zur Verfügung hat.
Und wenn man den ersten Satz sicher rübergebracht hat, dann hat man schon enorm viel Punkte beim Publikum gewonnen. Wenn man dann später Fehler macht, ist das nicht mehr so schlimm. Aber der Anfang muss stimmen. 

Der erste Eindruck muss stimmen.

Und ich wiederhole nochmal:

-    Ausatmen
-    Langsam bewegen
-    Einen festen Standpunkt einnehmen
-    Ruhig in die Runde schauen
-    Den ersten Satz auswändig
So wirken Sie sicher und Sie machen sich selber. Sie machen sich dabei auch selber sicher. Die Körpersprache beeinflusst auch Ihr eigenes Limbisches System und wirkt entgegen Lampenfieber und Prüfungsangst.

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Über den Lampenfieber-Coach

Mein Name ist Cersten Jacob und ich bin Lampenfieber-Coach. Ich habe eine Entwicklung durchlaufen vom professionellen Schauspieler über vielseitige Trainertätigkeit unter anderem zu den Themen Präsentieren, Stimme und Sprechen bis hin zu meiner jetzigen Kernkompetenz als Lampenfieber-Coach. Ich kann Ihnen in allen Bereichen dazu verhelfen, sicher und selbstbewusst Vorträge, Präsentation und Prüfungen zu meistern. Das vermittele ich Ihnen in Seminaren und in persönlichen Coachings. Mir geht es um Ihren Erfolg und Ihre Sicherheit. Wenn Ihre Ängste der Vergangenheit angehören und Sie sicher in Präsentationen und Prüfungen gehen ist das für mich der größte Erfolg.

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